Chronik | Handball

1906 Gründung des Turnvereins Jahn Hiesfeld

Auszug aus der Satzung von 1906

§1 Zweck des Vereins

1. Der Turnverein “Jahn” zu Hiesfeld bezweckt die Förderung des deutschen Turnens als eines Mittels zur körperlichen und sittlichen Kräftigung.
2. Der Verein sucht diesen Zweck zu erreichen:
a. durch die wöchentlich stattfindenden gemeinschaftlichen Turnübungen des Vereins und Jugendabteilung
b. durch Turnspiele und Wettkämpfe
c. durch Turnfahrten
d. durch gesellige Zusammenkünfte der Mitglieder und Pflege des Gesangs tunischer Lieder
3. Alle politischen Bestrebungen sind ausgeschlossen

§7 Aufnahme

1. Jeder in dem Verein Eingetretende hat ein Eintrittsgeld von 2 Mark zu entrichten
2. In Krankheitsfällen ruht die Beitragspflicht (40 Pfennig / Monat)

Allgemeine Bestimmungen

1. Bei Sterbefällen im Verein sind sämtliche Mitglieder verpflichtet, an der Begräbnisfeier mit teilzunehmen, sofern der Verstorbene ein aktives Mitglied war, widrigenfalls bei ungenügender Entschuldigung eine Strafe von 50 Pfennig erhoben wird.

Die Mannschaft & Männer der 1.Stunde vom TV Jahn Hiesfeld

Mannschaft und Männer der 1 Stunde beim TV Jahn Hiesfeld
Oben: Max Mailänder – Johann Becker – Rudolf Oder – Hermann Meier – Fritz Eske – Wili Einecke – Schiedsrichter Mitte: Gustav Matschuk – Willi Feldkamp – Albert Feldkamp Unten: Heinrich Bassfeld – Heinrich Tebbe – Wilhelm Laakmann

1925 die Handballer werden erstmals Gaumeister Rhein-Lippe

TV Jahn Hiesfeld wird 1926 Gaumeister
Max Mailänder – Heinrich Beeker – Hermann Meier – Gerd Mölleken – Heinrich Sprenger Mitte: Willi Feldkamp – Rudolf Oder – Heinrich Velvendick Unten: Theo Froemel – Hugo Eickhoff – Wilhelm Beeker

1932 in Hiesfeld steht die erste Turnhalle zur Verfügung

1936 Vereinsmitglied Willi Brinkmann gewinnt mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Berlin die Goldmedaille

Einzug der deutschen Feldhandballmannschaft ins Olympiastadion
14.August 1936, 16.45 Uhr. Schauplatz: das Berliner Olympiastadion. Es ist das Finale im Feldhandball-Wettbewerb. Es geht um Gold oder Silber. Die beiden Mannschaften kommen aus den Katakomben und laufen aufs Spielfeld. Die Zuschauer jubeln frenetisch, das Team des Gastgebers spielt um den Olympiasieg. Als letzte Hürde wartet Österreich. Beim Anpfiff mit von der Partie: Wilhelm Brinkmann. Er ist am Tag des Finals 25 Jahre alt. Ein Spiel in der Vorrunde hat er zuvor absolviert. Die deutsche Mannschaft hat sich bis dato schadlos gehalten. Einem 22:0(!)-Auftaktsieg gegen Ungarn folgt ein 29:1 über die USA. Kuriosum in diesem Spiel: Der Amerikaner Kaylor bekommt zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht mit, dass die Seiten gewechselt worden sind . und erzielt ein Eigentor. Auch die nächsten beiden Partien laufen einseitig ab: Wieder ist Ungarn der Gegner, diesmal heißt es nur. 19:6. Auch die Schweiz wird besiegt, mit 16:6. Die Kräfte schwinden langsam, die Kontrahenten im Finale müssen ein Programm von fünf Spielen in sechs Tagen abspulen. Die Österreicher haben, obwohl ebenfals mit vier Siegen durchs Turnier marschiert, mehr daran zu knabbern. Das Endspiel ist eine knappe Angelegenheit, am Ende gewinnt die Heimmannschaft aber 10:6. Deutschland ist Olympiasieger. Auch Wilhelm Brinkmann erhält die Goldmedaile. Der größte Triumph in der Karriere jedes Sportlers, so auch des 25-Jährigen. Ein Junge aus Hiesfeld trägt sich in die Annalen der Olympischen Spiele ein. Wili Brinkmann, geboren am 25. Oktober, hat seine Laufbahn beim TV Jahn Hiesfeld begonnen wie so viele seiner Altersgenossen, zunächst als Turner, später als Feldhandbaler. Er besitzt so großes Talent, dass er Mitte der 1930er zum Polizeisportverein Düsseldorf wechselt. Durch seine Leistungen im Verein wird er schließlich ins Olympia-Team berufen. Nach dem Gewinn der Goldmedaile hat es Wili Brinkmann besser als viele seiner Kameraden. Nahezu jeder zweite aus dem Handbalteam von 1936 fält als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Brinkmann überlebt, und stirbt 80-jährig am 12. Februar 1991 in Düsseldorf. Genauere Recherchen nach dem einzigen Hiesfelder Olympiasieger verlieren sich schnel. Überliefert ist eine Stelungnahme von Hans Maas aus dem Jahre 1952. Der damalige Pressewart erklärte anlässlich der Einweihung der Turnhalle: Die Aufzeichnungen aus den Jahren 1933 bis 1945 sind leider durch die Kriegsereignisse verloren gegangen, so dass hier eine große Lücke entsteht.. Auch Bilder von Wili Brinkmann sind nicht zu finden. Erst in der Chronik der Handballabteilung zum 60-jährigen Jubiläum 1983 taucht der Name Brinkmann wieder auf. Kurt Bagner schreibt: .Bis 1936 wurde dann in Hiesfeld mit großer Begeisterung Handbal gespielt. In diesen Jahren existierte auch eine Damenmannschaft. Ein Spieler erreichte in diesem olympischen Jahr dann das größte Ziel. Wili Brinkmann wurde in die deutsche Nationalmannschaft berufen und errang mit ihr die Goldmedaile. Er lebt heute in Düsseldorf und denkt gerne an seinen TV Jahn Hiesfeld zurück. Heinz Beeker war lange Jahre Abteilungsleiter der Turner beim TV Jahn. Er war 1936 14 Jahre alt. Als Zeitzeuge bestätigt er, dass Wili Brinkmann in den 1930ern in Hiesfeld Handball spielte und den Verein wechselte.

Szene aus dem Halbfinal-Spiel der Deutschen gegen die Schweiz

1939/45 der Spielbetrieb ruht

1945 Erich Mürmann leitet die Abteilung

1949 der Bau der Turnhalle am Hiesfelder Sportplatz beginnt

1950 Vereinswirt Hugo Eickhoff (Haus Hiesfeld) übernimmt die Abteilungsleitung, die er über 20 Jahre bis zu seinem Tode ausübt

Hugo Eickhoff

1952 feierliche Einweihung der Turnhalle

1953 die 1. Mannschaft steigt in die Landesliga auf

1954 Kreismeisterschaft, Rhein-Lippe-Pokal und NRZ-Wanderpokal werden gewonnen

1956 Abstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse

Spielsituation aus dem Spiel SV Schermbeck gegen TV Jahn Hiesfeld von 1958

1959 Abstieg in die Kreisklasse

Spielsituation aus dem Spiel TV Jahn Hiesfeld gegen TV Biefang 1959

1960 sofortiger Wiederaufstieg in die Bezirksklasse

1969 Feldhandball 1. Herren Aufstieg Landesliga

Die 1. Herren vom TV Jahn Hiesfeld steigt im Feldhandball in die Landesliga auf
v. l. stehend: W. Pollack – F. Wübbels – G. Bünte – G. Meerkamp – D. Loosemann – B. Unkhoff v. l. knieend E. Mailänder – W. Terschüren – G. Schniederken – H. Kempmann – H. Hingmann

1972 Erich Brandtstaeter leitet komissarisch die Abteilung

Mitte der 70 er verliert der Feldhandball in Hiesfeld zusehends an Bedeutung

1976 Kurt Bagner leitet nun die Abteilung; die 1. Herrenmannschaft wird Meister in der Hallenhandball-Bezirksliga und steigt in die Landesliga auf; Gründung einer Damen- und Mädchenmannschaft; Hermann Hingmann wird Damenwart

Bezirkligameister 1976 in der wurde die 1.Herren vom TV Jahn Hiesfeld

1977 der 1976 begonnene Bau der Sporthalle am GHZ ist abgeschlossen die Einweihung erfolgt im Januar mit einem internationalen Spiel gegen Tatabanya Budapest; zum ersten Mal nimmt eine Damenmannschaft des TV Jahn an einer Meisterschaftsrunde teil

Die 1. Herren vom TV Jahn Hiesfeld 1977
v. l. stehend: K. Bagner – Spielrtrainer R. Langwald – W. Pollack – H. Woitek – E. Beuk – P. Bünte – D. Schwarz – W. Heyne – W. Epler v. l. knieend: U. Langwald – R. Lubiejewski – G. Bernds – H. Kempmann – B. Lipovsek

1978 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Hallenhandball-Verbandsliga

1979 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Oberliga (Halle)

1980 Abstieg der 1. Herrenmannschaft in die Verbansliga bei der Endabrechnung fehlte 1 Punkt zum Klassenerhalt; Einstellung des Spielbetriebs Feldhandball

1982 Aufstieg der 1. Damen in die Landesliga

Die 1. Damen vom TV Jahn Hiesfeld in der Landesliga 1982
v. l. stehend: F. Oehler – S. Ackermann – Ch. Kosubeck – U. Stompel-Oles – M. Horstmann – L. Oles v. l. sitzend: G. Kosubeck – I. Stark – C. Lucht – A. Heidecke – B. Brandtstaeter – B. Wersch

1986 die erste Mini-Handballmannschaft nimmt das Training auf; 1. Damen steigen in die Verbandsliga auf

Die 1. Damen vom TV Jahn Hiesfeld steigen in die Verbandsliga auf
v. l. stehend: W. Schmidt – B. Würzler – E. Schuster – M. Pink – A. Heidecke – A. Skrypek – U. de Beer – J. Brach v. l. knieend: M. Janßen – E. Burkhardt – B. Kavs – C. Volkwein

1989 der 2. Aufstieg in die Oberliga der 1. Herren; Hermann Hingmann wird Abteilungsleiter

ab 1990 die 1. Herren etablieren sich im Laufe der Jahre als spielstarke Oberligamannschaft

NRZ Artikel vom 31.04.1990

1991 Der ehemalige Nationalspieler und Co-Trainer von TuSEM Essen Reinhard “Nurmi” van der Heusen trainiert die 1. Herren und erweist sich als Glücksgriff!

RP Artikel vom 09.06.1993 zum Feldhandballspiel
NRZ Artikel Feldhandball vom 18.05.1994

1995 Martin Dudler wird Jugendnationalspieler

Ein RP Artikel vom 09.07.1995
Mannschaftsfoto vom Feldhandball 1996
Helmut Krolle Kempmann wie man Ihn kennt beim Feldhandball 1996
Warm-Up vor dem Spiel 1996

1997 die 1. Herren verpaßt kanpp den Regionalliga-Aufstieg

1998 1. Damen spielen weiterhin erfolgreich in der Verbansliga mit

Die 1. Damen vom TV Jahn Hiesfeld in der Verbandsliga 1998
v. l. stehend: U. Felkel – J. van Deest – E. Hartmann – Trainer M. Lücke – A. Schäfer – K. Bernds – N. Schulte-Euler – S. Nuske – B. Wunderlich v. l. knieend: S. Wittkowski-Schauenburg – K. Lhotak – S. Haude – I. Rzepka – S. Renn

NRZ Artikel vom 28.08.2001

NRZ-Artikel von 2002